Reisebericht Lombok

10 Tage in Lombok. Ein Reisebericht über Lombok, Indonesien.

Weisse, einsame Strände, schöne Aussichten und grüne Hügel. All das ist Lombok. Wir waren in Kuta, Mawun Beach, Pink Beach, Tanjung Aan und am Mawi Beach und freuen uns, euch unsere Erfahrungen in unserem Reisebericht weiterzugeben.

 

Unser Reisebericht über Bali ist für euren Urlaub vielleicht auch spannend?

lombok: Das abendessen


Lombok Markt
Lombok Markt

 

Wir mussten feststellen, dass der Markt in Kuta sehr chaotisch ist. Am frühen Morgen geht es los und neben Fisch & anderen Lebensmitteln werden Spielzeug, Kleider und CD’s verkauft.

Als erstes kauften wir 10 Tintenfische und dann noch einen Mahi-Mahi. Das Hühnchen wollten sie uns zu keinem normalen Preis verkaufen, daher gaben wir der Familie im Homestay etwas Geld, damit sie einkaufen gingen.

Noch am Vormittag fuhren wir los nach Mawi Beach. Ein Strand, der fürs surfen bekannt ist. Es war cool, den Profis beim surfen zuzuschauen - nach 45 Minuten wurde uns aber wieder langweilig und wir sind weiter zum Bukit Merese. Das ist ein Hügel wo man einen wunderschönen Blick über Tanjung Aan und weitere Strände hat. Sehr zu empfehlen!

Zurück im Homestay halfen wir (etwas) kochen. Der Fisch wurde voll verwertet. Bis auf die Kiemen essen sie alles. Auf die Frage, ob wir denn die Innereien nicht essen würden schüttelten wir heftig den Kopf. Sie lachten: „You are crazy“… Hm, also haben wir die guten Stücke ihnen überlassen. Herz und Augen essen? Brr…

Nach dem Essen sassen wir gemeinsam noch etwas da und hatten kurze, aber lustige Gespräche mit Händen und Füssen. Morgen gehts wieder weiter... Zurück nach Bali.

lombok: das beinahe drama


Pipe Dream Villas, Kuta, Lombok
Pipe Dream Villas

 

Heute ist unser sechter Jahrestag. Also wollen wir es uns heute ausserordentlich gut gehen lassen - kann man so etwas sagen, wenn man drei Monate auf Reisen ist..? Egal... Auf jeden Fall haben wir uns in den Pipe Dream Villas eine Villa gebucht mit eigenem Pool.

Also haben wir alles zusammengepackt, doch plötzlich haben wir gemerkt, dass etwas feht. Unser Pass und Fremdwährungen sind weg... alles war in einem Umschlag - und plötzlich ist es weg. Wir haben uns kurz bei unserem vorherigen Homestay erkundigt, ob wir es allenfalls da vergessen haben. Nein... Leider nicht. Also haben wir unser aktuelles Homestay gefragt, was wir tun sollen. Alle waren entrüstet und konnten sich nicht vorstellen, dass so etwas bei ihnen passiert ist. "Bei uns wird nicht geklaut. Unser Security schläft doch nicht einfach.." Wir haben gesehen, dass es sie wirklich bedrückt.

Nach einer Weile bin ich dann mit dem Mann der Inhaberin zum alten Homestay gefahren, damit wir uns nochmals überzeugen können, dass unsere Pässe wirklich nicht da sind. Und... sie waren da. Wir haben uns umarment und er war glaube ich glücklicher als Thomas. Sofort hat er seine Frau angerufen, die, wie Shalitha erzählt hat, nicht mehr aufhören konnte zu weinen. Sie war einfach glücklich, dass wir alles wieder haben. Wir hatten natürlich ein schlechtes Gewissen und wollten sie zum Abendessen einladen. Aber sie lehnten ab. Sie schlugen aber vor, dass wir bei Ihnen Nachtessen. Nach einigen Diskussionen durften wir aber die Zutaten einkaufen gehen... Verkehrte Welt. Es war so schön zu sehen, dass sie sich wirklich um uns gesorgt haben. Ein wirkliches Homestay - als würde man bei seiner Familie übernachten. So haben wir uns auch gefühlt.

Wie man sieht es die Anlage sehr fancy für Lombok und entsprechend teuer. Wir bezahlten um die CHF 70.- pro Nacht. Was wirklich seehr viel ist. Nichts desto trotz war es wirklich schön. Vor allem der eigene Pool war cool! Den haben wir auch genutzt - den ganzen Nachmittag.

Am Abend gingen wir dann ins Restaurant Kemangi Bar & Kitchen. Auch ein überrissen teurer Ort, der aber auch superschick war. Das Essen war sehr lecker. Wir hatten ca. drei Personen, die nur auf uns geschaut haben, da das Restaurant quasi leer war.

Auch der Preis hatte es in sich. Mit diesem Nachtessen hätten wir ca. eine Woche in unserem Homestay übernachten können. Aber das muss ja auch einmal sein ;-)

 

lombok: Tanjung Aan - jetzt aber wirklich


Tanjung Aan Beach, Lombok, Indonesien. Ein traumhafter Strand!
Tanjung Aan Beach

 

Den Tag starten wir wie immer mit einem Pancake Morgenessen im Kuta Lodge Homestay, welches by the way immer von Siti gebracht wird. Sie ist 60 Jahre alt, sieht aus wie 40 und ist total crazy. Siti muss man gern haben!

Danach haben wir uns - wieder - auf den Weg zum Tanjung Aan Beach gemacht. Und schlussendlich gefunden. Zur Zeit wird dort eine riesige Strasse gebaut. Also mussten wir durch die Baustelle fahren. Dann noch einige Schotterwege und schon sind wir am Strand. Wir mussten die in Lombok üblichen 10'000 IDR (CHF 0.80.-) bezahlen für den Strandzugang. Der Tanjung Aan Beach ist wirklich sehr schön und nur zum empfehlen! Es hat wenige Touristen, das Essen ist günstig und gut. Für 50'000 IDR kann man sich ausserdem Liegen & ein Sonnenschirm mieten. Schorcheln kann man am Tanjung Aan auch - das haben wir aber nicht probiert.

Weit draussen hat es auch noch einen Surfspot. Thomas ging etwas surfen, während Shalitha relaxt hat. Zum Surfspot muss man ca. 10 Minuten paddeln. Muskelkater vorprogrammiert... Es hat uns so gefallen, dass wir gleich zwei Tage da waren.

 

Am Abend haben wir nicht viel unternommen. Gegessen haben wir jeweils in Kuta. Das Bucu und Gulas Garden sind sehr zu empfehlen - kleine, familiäre Restaurants mit gutem Essen.

 

lombok: ein ausflug ins blaue


Pink Beach, Lombok
Pink Beach, Lombok

 

Heute wollen wir zum Tanjung Aan Beach. Es soll ein weisser Sandstrand sein und wir wollen dorthin und uns einfach ein bisschen in die Sonne legen. Dank dem Orientierungssinn von Thomas sind wir aber etwa doppelt so weit gefahren… Wir haben uns entschieden zum Pink Beach zu fahren. Er ist an der Südöstlichen Küste von Lombok. Einige Male mussten wir anhalten, um nach dem Weg zu fragen.  Getankt haben wir bei einem sympatischen Mann, der einige Zeit auf Gili Trawangan gearbeitet hat und entsprechend auch gut Englisch konnte. Gleich neben der „Tankstelle“ war eine Schule und nach ca. 2 Minuten waren wir umrundet von 20 Kindern, die uns neugierig anschauten. Auf die Frage „Apa kabar“ (wie gehts dir?) haben alle „baik baik“ geschrien.

Auch auf dem weiteren Weg haben wir viele Kinder getroffen, die auf dem Heimweg der Schule waren. Alle wollten uns beim vorbeifahren abklatschen. Allgemein war es so, dass die etwas älteren wenn überhaupt zaghaft gelächelt haben, Erwachsene lachten uns an und Kinder wollten "high fives", schrien hello und winkten.

Schlussendlich haben wir wirklich ein Schild gefunden, auf dem Pink Beach steht. Google hat uns dann zum Strand gelotst. Leider zum falschen Strand - wobei leider hier nicht das richtige Wort ist. Der Strand selber war sehr schön und es standen zwei kleine Häuschen da. Ein junger Fischer kam zu uns und wir fragten ihn wo denn der Pink Beach ist. Er lachte und zeigte zur nächsten Bucht. "Boat? Boat?" fragte er uns. Wieso nicht, dachten wir. Also haben wir unseren Scooter stehen lassen und sind ins Boot gestiegen. Von da hat er uns dann an den richtigen Pink Beach gefahren, der eigentlich unspektakulär ist. Sooo pink war jetzt dieser Strand auch wieder nicht (siehe links oben). Es war aber schön zum baden und abkühlen. Ansonsten hat es einige Warungs dort und man kann schöne Fotos schiessen. Irgendwie konnten wir uns mit dem Fischer verständigen und es ging wieder zurück zu unserem Scooter... oder doch nicht..? Er fährt auf jeden Fall in eine andere Richtung. Lassen wir uns überraschen. Und was es für eine Überraschung war! Der Strand war weiss und wie puderzucker. Vielleicht 100 Meter lang und menschenleer. Wir hatten den ganzen Strand einfach für uns und relaxten etwas an diesem schönen Flecken Erde.

Weiter gehts... oder zurück? Wir wissen es nicht.. Nach ca. 15 Minuten landen wir auf einer kleinen Insel. Die von min. einem Affen bewohnt wird. Ausserdem konnten wir kleinen Riffhaien beim Jagen zuschauen. Shalitha hat sogar ein Geschenk bekommen. Während wir den Haien fasziniert zugeschaut haben, hat er (ich konnte mir den Namen einfach nicht merken :-( ...) eine Kette aus Korallen und Muscheln gebastelt.

Als wir dann zurückgefahren sind kam bei Shalitha und mir die Frage auf: Wie viel Geld sollen wir ihm den geben? Sollen wir überhaupt? Was ist zu tun. Immerhin hat er uns fast drei Stunden mit dem Boot herumchauffiert. Eine "reguläre" Tour aus Kuta hätte 350'000 IDR gekostet. Wir haben uns bei ihm bedankt und haben ihm 50'000 IDR (CHF 3.20.-) gegeben und er war superhappy und konnte nicht mehr aufhören zu lächeln. Shalitha hat noch eine Zigarette mit ihm geraucht und dann sind wir den steilen Weg wieder hinaufgefahren. Das war übrigens das erste Mal, wo ich gedacht habe, dass wir unseren Scooter schieben müssen... Dieser Weg...

Gegessen haben wir in der Ashtari Lounge. Von da sieht man über ganz Kuta. Die Aussicht ist der Hammer. Ashtari bietet auch Yoga Lektionen an, daher trifft man auch viele Yogi's und Hipster an. Auch das Essen war top, aber eher teuer.

Übernachten wollten wir eigentlich in Selong Belanak, jedoch hat uns einmal mehr die Taxi Mafia einen Strich durch die Rechnung gemacht. Es sei sehr gefährtlich dorthin zu fahren, deshalb verlangen sie fast das vierfache vom normalen Preis. Das bereits gebuchte Zimmer haben wir also gecancelt und sind dann ins Kuta Lodge Homestay gefahren.

 

lombok: Beach day


Wasserbüffel auf Lomboks Strassen
Wasserbüffel auf Lomboks Strassen

 

Wir wurden bei Sonnenaufgang vom Muezzin geweckt, der fünfmal täglich die Gläubigen zum Beten aufruft. Heute gehts los mit der Erkundung von Lombok. Mit dem Scooter fahren wir nach Westen. Mawun Beach, Pantai Tampa, Secret Beach & Pantai Selong Belanak waren unsere Stops. Auf dem Weg treffen wir immer wieder auf Wasserbüffel. Bis auf Belanak waren die Strände wirklich leer. Nichts desto trotz ist immer jemand da, der einem 10'000 IDR abknöpft als "Eintritt".

Leider muss hier auch einmal ein sehr negatives Thema angesprochen werden. Müll. Indonesien ist wirklich vermüllt - man kann es nicht anders sagen. Als wir uns informiert haben bezüglich Gili Air haben sich viele über den Abfall beschwert. Nun ist es aber so, dass an sehr touristischen Orten die Strände geputzt werden. Das löst jedoch das Problem nicht. Aufgrund der Regenzeit wird der Abfall, der überall herumliegt ins Meer gespühlt. Irgendwann landet er wieder an einem Strand/Insel. Die Einheimischen lachen nur darüber, wenn man sie auf den Abfall anspricht. Für sie ist das kein Problem. Es liegt also wirklich an der Aufklärung.

 

Die schöne Strasse sind wir am Abend dann zurückgefahen und haben im Blue Monkey gegessen. Das Essen war OK. Aber viel spannender war ein Gespräch, welches wir mitgehört haben. Lombok ist momentan ziemlich im Aufbau (in touristischer Sicht) und ein Kanadier möchte dort Land kaufen für eine Surfschule inkl. Unterkünfte. Anscheinend wir in Ganz Lombok zur Zeit Land gekauft. Allen voran sind Chinesen und Franzosen. Ich bezweifle, dass dies eine gute Entwicklung für die wirklich relaxten Menschen und leeren Strände ist...

 

Übernachtet haben wir übrigens im Aira's Homestay. Die Bungalows sind etwas abseits (ca. 5 Minuten bis Kuta Center), jedoch wirklich schön gelegen, gross und sauber. Für umgerechnet CHF 8.- pro Nacht kann man nichts sagen! Um die Bungalows ist alles grün und es ist viel Platz da um seine Trainingseinheit zu absolvieren oder Yoga zu machen. Ausserdem hat die Tochter von der Besitzerin 4 kleine Kätzchen angeschleppt, die im Rasen herumtollen.

 

Lombok: der erste tag


Fähre von Gili Air nach Lombok
Fähre von Gili Air nach Lombok

 

Schweren Herzens mussten wir uns von Gili Air trennen. Matt hat uns noch einen guten Tipp gegeben bezüglich Überfahrt von Gili Air nach Lombok. Einfach zum local boat ticket corner gehen und 12'000 IDR geben. "just pretend, that you know what you are doing" sagte er. Und tatsächlich hat es geklappt. Nach ca. 45 Minuten waren genügend Passagiere da und wir konnten nach Bangsal ablegen.

In Bangsal angekommen bemerkten wir, dass wir die einzigen der wenigen Touristen waren, die keine Weiterfahrt (nach Kuta) gebucht hatten.

Also nahm und ein Indonesier ins Schlepptau und wir versuchten den Preis zu verhandeln.

Was wir da erlebt haben sind meiner Meinung nach die 4 gängigen Schritte, wenn versucht wird Touristen abzuzocken.

Schritt 1: Ein wichtig aussehnder Typ, der ein Büro hat (wow)  erklärt einem, dass es viel mehr kostet, wenn man individuell bucht (250'000 IDR pro Person). Aber natürlich hat er einen guten Rabatt für uns und bietet und 200'000 IDR pro Person an.

Schritt 2: Wir beissen nicht an und er bietet uns die Fahrt für 150'000 IDR an - aber in einem Shuttle & einer Wartezeit von zwei Stunden. Mehr Profit für ihn ;-)

Schritt 3: Wir beissen immer noch nicht an und gehen in ein Kaffee mit Wifi. Er verlässt sein Büro und sagt uns, dass es nirgends billigere Transportmöglichkeiten gibt. Der Bus sei bald voll und wir sollen zusagen. Ich sei ein Träumer, wenn ich denke, dass wir ein "privates" Taxi finden zu diesem Preis - das war unser Wunsch.

Schritt 4: Der Typ nervt! Also gehen wir aus dem Kaffee und möchten unsere Ruhe haben und einen Weg finden. Ein netter Kerl kommt, bietet und für 150'000 IDR ein privates Taxi an, welches sofort losfährt.

 

Das Geld landet schlussendlich bei den gleichen Personen - aber immerhin war unsere Reise wesentlich günstiger ;-)

 

Die Fahrt ging ca. 1 1/2 Stunden. Zuerst muss man über einen "Berg" fahren - dort sind überall Affen zu sehen. Dann fing es an zu regnen. Die Strassen waren überflutet und wir fuhren mehr durch Bäche als auf der Strasse. Je weiter es in den Süden ging, desto weniger regnete es. In Kuta angekommen buchten wir das My Garden Cafe. Die Beschreibung passt sehr gut.Einige Jungs waren dort und haben uns das Bungalow gezeigt. Es war sehr rustikal, hat aber gepasst. Wir hatten ein Outdoor-Bad ;-) Der Preis lag bei CHF 14.- pro Nacht inkl. Morgenessen.

 

Am Abend haben wir uns noch Kuta (nicht zu verwechseln mit Kuta, Bali) näher angesehen. Gegessen haben wir im Gulas Garden. Sehr zu empfehlen! Es ist mehr oder weniger viel los da. Wie überall hört man überall live-bands. Nichts desto trotz spürt und sieht man, dass hier nicht so viel Geld sitzt wie auf der Touristenhochburg Bali oder auf den Gilis.

Nichts desto trotz. Lombok wird in spätestens fünf Jahren wesentlich mehr Touristen haben als heute. Überall wird gebaut. An einigen (kleinen) Stränden sind bis zu acht Resorts geplant - heute steht da ein einfacher Warung.

 

Die Nacht haben wir übrigens mit Geckos, Mäusen und Krabben verbracht. Einige Mäuse haben sich sogar an Shalithas Zigaretten zu schaffen gemacht.