Reisebericht Vietnam

Reisebericht Vietnam

Gutes Essen, spannende Geschichte, hektische Grosstadt und idylle auf dem Land. Vietnam ist definitiv ein Land der Gegensätze.

 

Ho Chi Minh ist die grösste Stadt Vietnams und hat viel zu bieten. Ob Party, Museum oder Spa - Ho Chi Minh bietet alles. Von der Hektik der Grossstadt könnt ihr euch wunderbar im Mekong Delta mit einer Flussfahrt erholen. Oder doch lieber auf eine Trauminsel? Dann ist Con Dao das Richtige für euch.

 

Was ihr aber definitiv nicht verpassen solltet ist Hoi An. Das Highlight unserer Reise!

hoi an


Die River Palm Villas haben auch bequeme Betten - wir haben super geschlafen. Ausserdem ist es sehr gut gelegen. Etwas ausserhalb von der Altstadt, aber mit dem Fahrrad hat man nur etwa 5 Minuten. Thomas ging einige Male auf Joggingrunden durch die schönen Reisfelder.

Gegessen haben wir auch immer gut. Herausgestochen haben aber May Bay mit der herzlichen Inhaberin, die gut gelaunt alles von uns wissen wollte. Sie ging nicht von unserer Seite, bis sie sich vergewissert hat, dass wir das Essen mögen ;-)

 

Direkt in der Altstadt und am Fluss liegt das Rice Drum Restaurant. Etwas teurer, aber man hat eine schöne Aussicht über die Altstadt. Dort haben wir Hotpot gegessen. Thomas wurde sogar gefüttert.

Die besten Banh Mi gibt es im Banh Mi Puong. Das ist Fakt - sagen alle. Natürlich mussten wir das ausprobieren… Für den Preis von CHF 1.- pro Brot kann man nichts sagen - es war gut. Aber nicht besser als die anderen Banh Mi, die auf der Strasse gekauft werden können.

 

Allgemeines Verkehrsmittel ist in Hoi An das Fahrrad. In der Altstadt sind unzählige Touristen, die sich das Ständchen ansehen. Nichts desto trotz: Ob Morgen, Mittag, Abend oder Nacht. Hoi An hat einfach Charme und ist ein Paradies für Fotografen. Die leuchtenden Laternen in der Nacht geben ein ebenso gutes Sujet wie die alten, gelben Fassaden der ehemaligen Handelshäuser.

 

Neben dem Sightseeing gibt es unzählige Schneider in Hoi An, die für günstiges Geld Anzüge oder Kleider schneidern. Auch Märkte sind gross vertreten. Ein Markt liegt in der Altstadt und dort kann von Essen bishin zu Souvenirs alles geklauft werden. Unbedingt handeln - ca. Die Hälfte vom Erstgenannten Preis muss schon drin sein. Der Night Market ist auf der anderen Seite vom Fluss. Dort gibt es super Streetfood und Souvenirs. Unter anderem gibt es da auch die schönen Laternen - wer also Platz im Koffer hat…

 

Mit dem Fahrrad sind wir zum Coconut Village gefahren. Anscheinend auch sehenswert. Unserer Meinung nach absolut nicht. In den runden Fischerbooten werden unzählige (vor allem Chinesische) Touristen herumchauffiert. Zwischen den Booten wenige Meter Platz. Also nichts wie weg von hier!

Am Abend um 20.00 Uhr fliegen wir geht es weiter. Mit dem Auto von Hoi An nach Da Nang, dann mit dem Flugzeug nach Ho Chi Minh, weiterfliegen nach Manila und nach einem kurzen Zwischenstopp nach Puerto Princesa, Palawan. Das wird anstrengend.

 

Thomas’ und Shalita’s Gepäck war bei diesem Flug viel leichter! Beim Wäschewaschen ging Shalitha’s Top verloren und Thomas hat einige Kleider zum trocknen abgegeben, aber vergessen abzuholen. Thomas hat ausserdem sein Pullover am Flughafen liegen lassen. Nun hat er keine Pullover mehr - dann bleiben wir halt nur noch an warmen Orten!

Dem Hotel haben wir ausserdem eine E-Mail gemacht, sie sollen doch die Kleider spenden.

 

Mit dem zug nach hoi an


Mit dem Taxi gehts los zum Flughafen. An dem kleinen Flughafen ist nicht viel los und es gibt eine Möglichkeit zum Essen/Trinken. Mit dem Bus wurden wir abgeholt und zum Flugzeug gefahren - Distanz ca. 75 Meter. Neben Gucci Schuhen und Versace Hosen sind wir ins Propellerflugzeug gestiegen. Nach einer Stunde landeten wir wieder sicher in Ho Chi Minh.

Um 20.00 Uhr fährt unser Zug los von Ho Chi Minh nach Da Nang. Was machen wir also den ganzen Tag? Ganz einfach. Im Renessaince Riverside Hotel kann man für ein kleines Entgeld Pool, Spa und Fitness nutzen. Den ganzen Tag waren wir also am Pool, im Fitness und entspannten uns vor der langen Zugfahrt. Essen und Getränke sind teuer - aber die Aussicht ist super! Auch den Sonnenuntergang haben wir von da aus geschaut und sind gegen 20.00 Uhr los zum Bahnhof. Die Tickets haben wir übrigens über Baolau gebucht - es hat alles super geklappt.

Der Zug wird fast ausschliesslich von Vietnamesen gebraucht. Touristen haben wir nur wenige gesehen. Die Einrichtung im 4er Abteil, welches wir gebucht haben ist einfach, aber schön. Lediglich die Betten (1.80 Meter) sind für Thomas etwas kurz geraten. Wir erhielten noch Gesellschaft von zwei Vietnamesen. Mutter und Sohn (glauben wir zumindest). Vor der Abfahrt haben wir uns noch mit Essen und Getränken eingedeckt. Eigentlich nicht nötig. An jeder Haltestelle kommt frisches Essen in den Zug und wird in kleinen Wägelchen durch den Zug geschoben und lautstark angekündigt. Auch um 5 Uhr Morgens ;-)

Pünktlich um 20.00 Uhr fährt der Zug los. Etwas holprig, aber OK. Tipp: Unbedingt warm anziehen. Die Klimaanlage läuft auf hochturen! Unsere Abteilnachbarn stiegen frühmorgens aus dem Zug. Der Schaffner weiss jeweils welche Zuggäste wo aussteigen und weckt sie falls notwendig.

Die Betten sind schnell wieder für die nächsten Gäste bereitgemacht. Decken und Kissen kurz durchschütteln und wieder hinlegen. Zum Glück hatten wir unsere Sleepingbags dabei (danke Selina! :-))

Die nächsten Gäste waren Grossmutter, Mutter und Sohn. Der kleine hat anfangs geschrien wie am Spiess, hat sich aber beruhigt, als die Mutter einen Spielzeug-Hund aus der Tasche gezaubert hat. Der spielte eine Art Techno-Kinderstimmen-Song ab, der den kleinen anscheinend ruhiggestellt hat.

Die Aussicht war leider mässig, da es Regnete und sehr dunstig war. Nichts desto trotz haben kann man auf der Fahrt das Meer sehen, fährt durch kleine Dörfchen und sieht unzählige Reisfelder.

Um 14.00 Uhr sind in Da Nang in den Bahnhof eingefahren. Schon wieder pünktlich - wie ide schwiiz.

Von da möchten wir ca. Eine Autostunde weiter nach Hoi An. Thomas hat Grab schon ausgewählt als ein Taxifahrer kam und uns anbietet für den gleichen Preis zu fahren. Wir haben zugestimmt und sind zu einem Freund von ihm eingestiegen und losgefahren. Er wollte uns einfach in Hoi An bei der Altstadt absetzen und nicht ins Hotel fahren - ansonsten müssen wir mehr bezahlen. Nach einem kurzen Telefongespräch mit seinem Manager hat er uns dann wiederwillig ins Hotel gefahren - ohne Aufpreis, aber sichtlich genervt. Einmal mehr hat sich gezeigt: Einfach nicht Taxifahren. UBER und GrabTaxi ist einfacher und freundlicher!

Wir haben zwei Nächte in den River Palm Villas gebucht und es war der Hammer. Schöne Zimmer, super Aussicht und nettes, hilfreiches Personal. Beim Checkin haben wir viele Tipps erhalten und wurden vor Abzocke gewarnt.

Am Abend sind wir noch in die zauberhafte Altstadt gegangen. Es ist eines der schönsten Städtchen, in dem wir je waren. Man fühlt sich wirklich in der Zeit zurück versetzt und kann sich vorstellen, wie vor langer Zeit hier Waren gehandelt wurden. Die alte Handelsstadt ist wirklich sehenswert.

Con Dao: zwei tage auf devil island


Auf Con Dao hielten die Franzosen und später die Amerikaner in der Kriegszeit ihre Gefangenen. In den letzten zwei Tagen auf Con Dao haben wir unter anderem auch die Gefängnisse besichtigt. Es ist nicht ganz einfach - zuerst muss der Hauptschalter gefunden werden. Er ist in der Nähe der Vietin Bank. Von da kann man dann die verschiedenen Posten auf der ganzen Insel erkunden. Leider ist alles auf vietnamesisch angeschrieben, deshalb haben wir vieles (oder alles) nicht verstanden. Trotzdem ist es spannend und bedrückend zugleich, wenn man sieht, wie die Menschen hier leiden mussten. Hier waren auch die berüchtigten „Tiger-Cages“.

Ausserdem haben wir uns im Nationalpark Office über Tours im Nationalpark informiert. Con Dao besteht mehrheitlich aus Nationalpark (Wasser & Land). Leider sieht man davon nicht viel, da auch hier der Abfall einfach ins Meer geschmissen wird. Der Officer im Nationalpark konnte leider überhaupt nicht gut englisch und hielt mir sein Smartphone vor die Nase. Nach kurzer Zeit habe ich festgestellt, dass das ein Touranbieter ist. Shalitha wollte unbedingt die Baby-Schildkröten sehen und ins Meer freilassen. Also haben wir uns mit ihm verabredet. Die Tour beinhaltet die Schildkröten freilassen, die kleine Insel erkunden und zwei Mal Schnorcheln. Er wollte 2.5 Mio. Dong (ca. CHF 50.- pro Person). Runter mit dem Preis wollte er nicht und offizielle Touranbieter sind noch teurer. Also haben wir - etwas wiederwillig - zugesagt. Die Tour selber war sehr schön, obwohl das Wetter nicht so toll war. Um 6 Uhr fuhren wir mit dem Boot zur Nachbarinsel Bay Canh und konnten die kleinen Schildkröten freilassen. Das war wirklich ein schönes Erlebnis. Jedem, der eine solch kleine Kreatur in den Händen hat und freilassen darf, wird ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Die Regierung möchte so die Anzahl der Schildkröten wieder erhöhen. Auch das Jagen von Schildkröten ist verboten. Ja das gibts… Der Bruder vom Touranbieter hat übrigens das Boot gefahren. Er war supernett, aber konnte kein Wort Englisch. Er hat auch Gefallen an den Schildkrötchen gefunden und hat viele Fotos gemacht. Danach sind wir noch 20 Minuten um die Insel spaziert. Sehen kann man nicht sehr viel.

Das Schnorcheln war dann wieder sehr schön. Die Riffe sind erstaunlich gesund und es sind viele Riff-Fische zu sehen.

Würden wir also wieder nach Con Dao gehen? Nein, wir würden nicht mehr gehen. Die Anreise ist entweder beschwerlich oder teuer. Die Insel selber ist schön, aber auch vermüllt. Informationen besorgen ist extrem schwierig und die Menschen sind leider nicht hilfsbereit. Dazu kommt, dass man überall reiche Vietnamesen antrifft - in den Ferien leider nicht sehr angenehme Zeitgenossen. Sie behandeln das Personal absolut daneben und verhalten sich auch so.

Falls man aber da ist und sich nicht so richtig zurechtfindet. Geht ins Infinity-Café. Das wird geführt von einigen jungen Vietnamesen. Sie können Englisch und sind sehr hilfsbereit. Sie buchen einem Taxis oder helfen mit Info’s aus.

Nach drei Tagen waren wir froh, dass wir wieder weiterkonnten. Wir haben übrigens ein Flug nach Saigon gebucht für ca. 60$ pro Person. Für 45 Minuten in der Luft viel Geld. Die letzten Tage waren stürmisch und es war nicht klar, ob die Fähre nun ausläuft oder nicht.

unterwegs nach con dao


Die Aussicht in Con Dao kann sich sehen lassen!
Die Aussicht in Con Dao kann sich sehen lassen!

 

Um 5.30 Uhr gings los Richtung Superdong Office in Soc Trang. Vietnamesen sind Frühaufsteher. Es war schon viel los und viele waren beim Morgensport.

Der Bus kam pünktlich und wir sind ca. Eine Stunde in den Süden gefahren. Am Hafen wird man vom Militär kontrolliert. Sie wollen unsere Pässe sehen. Aus Sicherheitsgründen. Nach einigen lustigen Bemerkungen über Thomas’ Bart können wir ins Boot einsteigen - sieht stabil aus.

Neben einem deutschen Pärchen sind wir die einzigen Touristen und werden von unserem Front-Nachbarn begutachtet. Auf dem Boot gibt es übrigens Snacks und Getränke. Die Überfahrt verlief ohne Probleme und war überraschend ruhig. Zuerst fährt man durch die braune Mekong-Brühe und nach ca. 30 Minuten ist das Wasser wieder blau. Während der Überfahrt kann man übrigens gute vietnamesische Popvideos schauen. Am Schluss kommt noch ein kurzes Propagandavideo über Vietnam. :-) Nach zweieinhalb Stunden sehen wir auch schon die Con Dao Archipel vor uns. Ein schöner Anblick! Marco Polo war übrigens auch einmal auf dieser Insel. Danach wurde sie durch die Franzosen besetzt, die auf der Insel einen Gefängniskomplex unter anderem mit den berüchtigten "tiger cages" gebaut haben.

Auf der Insel fährt einem der Superdong Bus überall hin wo man möchte - für einen Aufpreis von 40’000 Dong (CHF 1.70.-).

Wir sind im Ba Doan Homestay. Auch hier müssen wir uns registrieren. Der Homestay-Besitzer muss dem Militär/Polizei melden wie lange wir bleiben. Ok…Wir sind uns Homestays gewohnt, aber hier fühlen wir uns nicht wohl. Alles war klebrig und auch der Bettbezug war dreckig und voller Flecken. Es war schon früh klar, dass wir nur eine Nacht hier bleiben.

Mit dem Roller haben wir die Hauptinsel Con Son erkundet. Es war gespenstisch. Die Strassen waren leer und wir fühlten uns wirklich wie in einer Geisterstadt. Auch auf den Strassen zu den zwei Stränden, die wir uns angesehen haben, trafen wir wenige Menschen. Der erste Strand ist direkt am Flughafen und heisst Dam Trau Beach. Da max. 4 Flugzeuge pro Tag ankommen macht der Lärm nichts aus, sondern es ist eher spannend zu beobachten, wie die Flugzeuge landen. Danach sind wir in den Con Dao Nationalpark und haben von einem Taxifahrer und seiner Freundin ein Bier geschenkt bekommen. Mit dem warmen Bier in der Hand sind wir also die ca. 1km lange Strecke zum nächsten „Strand“ gewandert. Es war ein Steinstrand, aber sehr schön. Ausserdem hatte es Affen, die dort auf den Steinen und in den Bäumen herumgeklettert sind.

Am Abend gingen wir Essen - wow, hier ist es richtig teuer! In ganz Vietnam haben wir noch nie soviel bezahlt. Allgemein ist Con Dao sehr teuer. Vor einigen Jahren waren Angelina Jolie und Brad Pitt im Luxusresort Six Senses hier in Con Dao in den Ferien. Das Land steckt viel Geld in die Entwicklung und möchte es zu einer Luxusinsel machen. Aber irgendwie will das nicht so richtig klappen. Es gibt zwar viele teure Resort (z.B. das Six Senses kostet ca. CHF 500.- pro Nacht), aber das wärs dann auch schon. Die Leistungen sind alles andere als Luxus - was uns auch nicht stört, aber die Preise sind sehr hoch. Zum Vergleich: In Saigon haben wir für ein Nachtessen 150’000 Dong bezahlt - hier kostet es das drei oder vierfache

Vietnam: mekong floating market


Der Cai Rang Floating Market
Der Cai Rang Floating Market

 

Um 5.30 Uhr empfing uns der freundliche Inhaber vom Hotel in der Rezeption und übergab und in die fähigen Hände von unserem Guide Linh. Mit ihr und dem Bootsfahrer erkunden wir in den nächsten drei Stunden den Cai Rang Floating Market, die Kanäle und besichtigen eine Reisnudel-Fabrik.

Der Floating Market wird vom Staat unterstützt und ich habe ihn mir ehrlich gesagt grösser vorgestellt. Aber es war spannend zu sehen, dass immer noch viele Menschen auf diesem Markt ihre (gross-) Einkäufe machen.

Die Kanäle und die Nudelfabrik waren nicht allzu spektakulär. Jedoch vermittelte uns Linh viele interessante Informationen. Fun Fact: Die Nudelfabrik heizen ihre Öfen mit Kleidern, die sie gratis von Fabriken erhalten - also dem Ausschuss vom Ausschuss.

Morgen wollen wir nach Con Dao, einer Insel im Süden. Dafür müssen wir aber nach Soc Trang, dort ein Speedboat buchen und dann mit dem Bus in den Süden. Der Inhaber vom Kim Long Hotel war sehr hilfsbereit und buchte die Bus-Tickets ohne Aufpreis für uns. Er hat auch erwähnt, dass der Bus eigentlich nicht in Soc Trang haltet. Netterweise hat er uns auf einen Zettel geschrieben, dass der Busfahrer bei einer Tankstelle halten soll, damit wir aussteigen können. Ob das klappt?

Und wie es geklappt hat! Kaum ausgestiegen, kamen zwei Jungs auf uns zu. Sie wollten ihr gelerntes Englisch etwas benutzen und uns die Hände schütteln. Ausserdem halfen sie uns zwei Scooter Taxis zu organisieren, die uns ins Hotel fahren. Soc Trang ist nochmals etwas kleiner als Can Tho - d.h. die Menschen, die Englisch sprechen sind nochmals etwas rarer gesät.

Das Phu Qui Hotel war sehr schön. Eines der schönsten der letzten Wochen! Nach dem Checkin gingen wir etwas essen. D.h. wir sind in ein Restaurant gesessen und haben dann 10 Minuten später ein fertiges Menu aufgetischt erhalten. Ohne etwas zu bestellen :-) Das Essen war super!

Danach gingen wir das Ticket buchen bei Superdong. Einer Fähre die nach Con Dao fährt. Die Fähre ist neu und braucht nur 2 1/2 Stunden nach Con Dao. Da wir im Internet wenig darüber erfahren konnten, beschreibe ich den Ablauf etwas detaillierter. Vielleicht kann ich künftigen Besuchern von Con Dao helfen.

Im Ticketoffice kann man ein Ticket nach Con Dao kaufen inkl. Busfahrt zum Hafen. Im Superdong Office können sie mehr oder weniger gut Englisch. Man kann sich aber gut verständigen. Am gewünschten Tag muss man um 6.00 Uhr wieder beim Ticketoffice sein. Mit einem Bus gehts weiter zum Hafen. Von da geht dann die Fähre nach Con Dao. Kostenpunkt: 310k / Person.

Wir hatten keine Probleme bei der Überfahrt. Es lief alles recht „smooth“. Natürlich berichten wir von der Überfahrt.

Auf dem Weg zurück gingen wir noch an einem Markt vorbei. Hier wurde alles verkauft. Es war aber wirklich nicht schön anzusehen. Halb-lebendige Hühner & Gänse lagen zusammengeschnürt am Boden und bewegten sich noch etwas. Unzählige Fische und andere Meeresbewohner lagen entweder zuckend auf den Tischen oder in kleinen Kübeln mit etwas Wasser. Das sind wir uns nicht gewohnt - unser Fleisch kommt aus der Verpackung…

Am Abend fanden wir noch ein super Streetfood-Restaurant in Soc Trang. Leider weiss ich nicht mehr, wie es heisst. Tripadvisor ist allgemein wenig nützlich hier ;-) Es gab Fresh-Rolls. Das war das Einzige, auf das wir zeigen konnten :-) Auf dem Hauptplatz wurden wir noch von kleinen, neugierigen und rauchenden Kindern begutachtet. Was die hier wohl wollen? Morgen geht es wieder um 5.30 Uhr los. Nichts mit Ausschlafen…

vietnam: ab nach can tho


In Can Tho ist man umgeben von Wasser
In Can Tho ist man umgeben von Wasser

Heute geht es mit dem Futa Bus nach Can Tho. Wir haben verschiedene Erfahrungsberichte gelesen. Wir haben unsere Hotelrezeption informiert, dass wir gerne den Futa Bus nach Can Tho nehmen möchten. Mit einem Grabtaxi sind wir dann zu Futastation in der Stadt gefahren. Von dort nimmt man den Mini-Bus zur Futastation ausserhalb der Stadt. Wie weiss man, dass man den richtigen Bus nimmt? Einfach das Ticket allen vor die Nase halten :-) Englisch wird auch hier nicht gesprochen. Ausserdem haben sie nicht verstanden wenn wir „Can Tho“ gesagt haben - wird hier anders ausgesprochen und wir haben keine Chance es korrekt auszusprechen. Bei der Futastation, wo die grosse Busse zu der gewünschten Destination fahren, muss man dann den korrekten Bus nehmen. Auf dem Ticket hat es eine Nummer - dieselbe sollte seitlich auf dem Bus stehen. 

Wir haben es geschafft und sind in den richtigen Bus gestiegen. Die Fahrt selber war angenehm. Der Busfahrer hupt im 5 Sekundentakt und eigentlich klingelt immer ein Telefon bzw. Jemand spricht über den Smartphone-Lautsprecher. Aber das ist hier normal. 

Schlussendlich würden wir wieder diese Option nehmen. Für 110’000 Dong (CHF 4.-) pro Person fährt man die über drei Stunden relaxed zum nächsten Ort. Wenn man das System einmal kapiert hat, ist es auch nicht mehr stressig. In Can Tho hält man wieder etwas ausserhalb der Stadt. Sobald man aussteigt, sind Taxifahrer da, die einen ins Hotel fahren möchten. Aber im Buspreis ist auch der Transfer zum Hotel inklusive. D.h. wieder in den Minibus und ab zum Hotel. D.h. die wartenden Taxifahrer einfach nicht beachten.

Wir waren im Kim Long Hotel und haben umgerechnet CHF 14.- bezahlt. Das Hotel war wirklich schön und hatte alles was man brauchte. Sogar Warmwasser. (war sogar angeschrieben, dass das Wasser erst nach 5 Minuten warm wird :-)) Der Besitzer ist extrem freundlich, hilft bei Organisation, Busbuchungen und Touren.

Wir haben im Nem nuong Thanh Van Frühlingsrollen & Freshrolls gegessen. Es ist wirklich zu empfehlen und sie haben eine Karte mit Bildern, also kann man einfach darauf zeigen. Morgen geht es um 5.30 Uhr los mit der Mekong Flussfahrt.

 

Ho chi minh: welcome to the hotel california


Drink bei einem Sonnenuntergang in der Saigon Saigon Bar
Drink bei einem Sonnenuntergang in der Saigon Saigon Bar

Wir wurden von Vogelgezwitscher geweckt. Der Nachbar hat unzählige Käfige mit Vögeln auf dem Balkon.

Nach einem Kaffee gings zum Fluss. Dort hat uns einer der vielen „Guides“ angesprochen und wir dachten „why not“. Wir haben schon so viele Guides abgewiesen - also haben wir eine Bootstour gemacht. Das war einmal gar nichts… Dies kann ich nur jedem abraten. Es gibt wirklich nichts zu sehen. Naja, eine Erfahrung reicher ;-)

Danach haben wir uns auf dem Weg gemacht in ein Shopping Center. Auf dem Weg sahen wir noch das Hauptpostamt, Notre Dame und den Wiedervereinigungspalast.

Gekauft haben wir nichts. Entweder gibt es sehr luxuriöse Stores oder Ramschware.

In der Saigon Saigon Rooftopbar haben wir uns noch zwei Drinks genehmigt. In diesem Hotel wohnten im Krieg Journalisten und sie konnten dazumals den Kriegsverlauf von der Dachterrasse (wo heute die Skybar ist) beobachten. By the way: In Saigon gibt es viele coole Skybars. Hier findet ihr 10 davon.

Am Abend gingen wir dann zum Foodmarket. Wow! Das Essen ist der Hammer und günstig. Die Vietnamesen trinken gerne - ob Kaffee oder Bier. Meistens vor Kaffees/Bars auf winzig kleinen Stühlen. Danach gings noch durch den Night Market - der nicht speziell war.

Der Verkehr ist übrigens unglaublich in Ho Chi Minh. Das gehupe ist allgegenwärtig. Wenn man im Taxi sitzt hat man Angst, dass er die Scooter Fahrer über den Haufen fährt. Eine Strasse überqueren funktioniert wie folgt: Einfach stetig und langsam gehen, Blickkontakt suchen und wenn möglich nicht stehen bleiben. Funktioniert überraschend gut. Nach einigen Nahtoderfahrungen gewöhnt man sich dran.

Zurück sind wir mit dem Taxi - eine Taxifahrt von ca. 20 Minuten kostet ca. 25’000 Dong (CHF 1.-).

Der Taxifahrer konnte etwas Englisch (hurra!) und hat uns erzählt, dass er wenn er pensioniert ist Ho Chi Minh wieder verlassen wird. Es sei zu stressig geworden in den letzten Jahren, also möchte er wieder aufs Land. Falls seine Frau nicht mitkommen will, sucht er sich eine neue - und lacht laut… :-)

Danach hat er gefragt, in welchem Guesthouse wir sind. Hotel California haben wir gesagt und er hat gelacht und den Song „Hotel California“ auf seinem Recorder gesucht und abgespielt. Natürlich hat er lauthals (falsch) mitgesungen. Vietnamesen lieben Karaoke.

 

Saigon - ho chi minh


 

Der erste Tag in Saigon oder wie die Stadt heute heisst: Ho Chi Minh. Gestartet haben wir mit einem Frühstück im the note. Ein kleines Kaffee, bei dem man zu allem was man bestellt ein Zettelchen erhält, mit einem Spruch. Das ganze Kaffee ist zugeklebt damit. Das Essen und der Kaffee ist super. Allgemein kriegt man glaube ich in ganz Vietnam keinen schlechten Kaffee.

Wir bemerken schnell, dass Englisch selbst in der grössten Stadt Vietnams nicht weit verbreitet ist. Wir verständigen uns meistens mit Zeichensprache :-) Auch hat es nicht viele Touristen hier - lediglich an den Haupt-Sehenswürdigkeiten wie z.B. im Kriegsmuseum, Hauptpostamt oder dem Notre Dame von Ho Chi Minh tummeln sich viele.

Heute ist Kulturtag. Also ab ins Kriegsopfer-Museum.  Hier muss man etwas Vorwissen über die Kriege in Vietnam mitbringen. Im Museum selber macht man eine Art Postenlauf, der vor allem aus Bildern, Berichten und Kriegsmaterial besteht. Aussen hat es dann noch amerikanische Panzer, Waffen und Flugzeuge/Helikopter. Die Bilder sind wirklich erschütternd und brutal ehrlich. Hier wird wirklich nichts geschönt. Es war nicht nur der teuerste Krieg der USA ($626 Milliarden) sondern auch einer der längsten (über 17 Jahre). Während dieser Zeit wurden 14’300’000 Tonnen in Form von Bomben und Artillerie eingesetzt - alleine von den USA.

Ein Bild zeigt eine Frau mit ihren Kindern, die erschossen werden sollen. Der Fotograf schrieb, dass sie aufhören sollen und lief davon. Er hörte Schüsse, wagte sich aber nicht mehr umzudrehen.

Auch über Agent Orange (ein „Entlaubungsmittel, das von den USA gegen die Vietkong eingesetzt wurde) wird viel erzählt. Wieso die Amerikaner es angewendet haben und was mit den Menschen passiert ist.

Das Museum ist sehr zu empfehlen. Jedoch muss man sagen, dass hier die Geschichte etwas einseitig erzählt wird.

Wir sind danach noch etwas in der Stadt herumgeschlendert, haben in der Heart of Darkness Craft Brewery ein IPA (versucht unbedingt Kurtzs Insane IPA) getrunken und zurück zu unserem Guesthouse. Dort haben wir Tom & Jim getroffen. Sie haben uns sofort ein Bier angeboten. Tom ist der Mann der Inhaberin und kommt - daher auch der Name vom Guesthouse - aus Kalifornien. Jim ist pensioniert, Buddhist, kommt aus Australien und lebt mittlerweile in Vietnam. Wirklich zwei sympathisch verrückte Kerle.

Nach einem kurzen Nachtessen sind wir wieder ins California Guesthouse. Tom & Jim sassen immer noch da, also blieb ich noch etwas da. Shalitha ging schlafen. Aus einem Bier wurden zwei, aus zwei drei… Und so weiter.

Tom hat schon viel von der Welt gesehen. Als ich ihn gefragt habe, wieso er genau in Vietnam lebt erzählt er mir seine Geschichte. Schon mit 17 ging er zum Militär und war dann während dem Vietnam-Krieg in der Nähe von Saigon stationiert. Dort lerne er Vietnam kennen - von seinen guten und schlechten Seiten.

Währenddessen kam noch ein weiterer Freund von Tom dazu. Serg. Er war früher auch in Vietnam-Krieg beteiligt und hatte den Rang Sergant - daher sein Name. Ein spezieller Typ mit Lederjacke mit „Proud to be Vietnam Veteran“ Aufdruck. Ob dies bei allen Vietnamesen gut ankommt?

Auf jeden Fall kann ich sagen, dass es spannend war mit Tom & Jim zu sprechen. Sie haben beide ein interessantes Leben und sind einfach sympathisch. Ich musste versprechen, ein Foto dazulassen, damit es über die Rezeption gehängt werden kann. Das California Guesthouse kann ich wirklich nur empfehlen!

So… nun ab ins Bett.

Viet... was? visa?


Saigon by night | von der "The View Rooftopbar"
Saigon by night | von der "The View Rooftopbar"

 

Mit AirAsia haben wir einen Flug von Bali nach Kuala Lumpur und dann weiter nach Ho Chi Minh City gebucht. Der Flug kostet CHF 120.- pro Person.

Da das Onlinecheckin mit AirAsia nicht funktioniert hat, mussten wir drei Stunden früher am Flughafen sein. Uns wurde dann erklärt, dass wir das Visa für Vietnam vorweisen müssen. Hoppla. Da ging bei aller Vorfreude etwas vergessen. Ohne Visa - kein Flug. Das haben wir einmal gründlich vermasselt. 

Es gibt jedoch verschiedene Optionen, um das Visa zu erhalten:

  • Visa Antrag normal - bis zu zwei Wochen Bearbeitungszeit
  • Visa Antrag express - innerhalb von zwei Arbeitstagen
  • Visa Antrag superexpress - innerhalb von vier Stunden

Natürlich steigen die Kosten immer etwas… Wer nicht denkt, der bezahlt. Wir haben bezahlt. :-)

Den Flug mussten wir ändern. D.h. wir haben ein Ticket nach Kuala Lumpur erhalten. Dort müssen wir unser Gepäck holen, an den AirAsia Schalter und dann weiter nach Vietnam - aber nur, wenn wir dann das Visum auch haben. Naja, wir haben ja fast zwei Stunden Zeit in Kuala Lumpur.

Beim Security Check wird mein Rucksack angezeigt. Ich habe mein Sackmesser vergessen in meinen grossen Back umzupacken. Der netten Dame vom Zoll tat es leid. „Es tut mir so leid, ich weiss, dass diese Messer teuer sind. Und es ist ein schönes. Aber ich muss es leider wegnehmen und abgeben.“

Ich habe ihr dann gesagt, dass ich das nicht möchte und es ihr gerne schenken will. Am Zoll sieht man die Mitarbeiter selten lächeln - sie hatte einen Riesen-Smile :-)

In Kuala Lumpur gelandet mussten wir feststellen, dass wir durch die Passkontrolle inkl. Foto und Fingerscan müssen. Jetzt gilts… Wir drängeln uns nach vorne und nach ca. 40 Minuten sind wir durch. Das Gepäck fanden wir schnell. Wieder eine Sicherheitskontrolle - aber weniger Menschen. Kuala Lumpur Airport ist zum Glück nicht so gross - nur ca. 20 Minuten zum int. departure. Der AirAsia Mitarbeiter musste unsere Visa noch ausdrucken und weiter gings. Passkontrolle, Sicherheitscheck & geschafft. Wir konnten tatsächlich in den Flieger steigen.

Nach drei Stunden landen wir in Ho Chi Minh. Man bemerkt sofort, dass Vietnam kommunistisch ist. Viel Papierkram erledigen. Vom einen zum anderen Schalter gehen. Schlussendlich haben wir unser „go“ erhalten und konnten durch die Passkontrolle. Mit Grabtaxi haben wir uns ein Taxi zu unserer Unterkunft genommen.

Wir gingen in der Nähe von unserer Unterkunft noch etwas essen. Gleich bei der „Backpacker-Street“ (Bui Vien Street). Hier werben alle mit günstigem Bier und Frauen. Bei einem kleinen Restaurant haben wir eine Suppe gegessen - die Mitarbeiter hatten sichtlich Spass an uns. Danach gingen wir noch in die Rooftopbar "The View". Mit einer - wie der Name sagt - super Aussicht über die Stadt. Saigon in wenigen Worten: ScooterScooterScooter, gehupe, kleine Stühle, gutes Essen und supergünstiges Bier. Mehr dazu aber im nächsten Bericht.